Zweitakter Diesel
Ein Zweitakter bringt prinzipiell doppelte Leistung pro Kilo Motor. Allerdings nutzt er als relativ kurzhubiger Fahrzeugmotor die Leistung des Brennstoffs nie so gut aus wie ein Viertakter. Bei den extrem langhubigen Schiffsdieseln ist das anders.
SAURER hat ab 1930 an der Zweitakter Entwicklung gearbeitet. Diese Projekt wurde 1951 gestoppt. Als Spülgeblase für die Zwangsspülung wurden eigene Schraubenradgebläse entwickelt. Diese wurden danach bei den Viertaktern als Ladegebläse eingesetzt.
Auch andere haben Zweitakter Diesel gebaut. In den 60iger Jahren baute General Motors drei Typenreihen von Fahrzeugdieseln mit jeweils 0.87, 1.16 und 1.8 Liter Hubraum pro Zylinder. Diese Motoren hatten ein Roots-Gebläse für die Zwangsspülung, die Möglichkeit, einen Turbolader aufzubauen, tangentiale Einlassschlitze im unteren Zylinderbereich, vier Auslassventile und eine mittig angeordnete Einspritz Pumpe-Düse Einheit. Krupp baute ähnliche Motoren.
Verbrauch:
Die GM-Zweitakter hatten einen Verbrauch von a. 260 Gramm Diesel pro PS und Stunde [gr/PSh]. Ein Caterpillar Vierventiler Turbodiesel desselben Jahrgangs brauchte ca. 220 gr/PSh, aber ein SAURER oder ein luftgekühlter Deutz um 170 gr/PSh. Dies zeigt klar, wie Europa schon früh auf hohe Wirkungsgrade setzte. "Öko" schon damals.